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Sicherheitsmodul Bergtrekking

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03.07.2011 von Cèline u. Michèle Willimann

Tschaupe i de Aupe (= berndeutsch für: Wandern in den Bergen)

Sicherheitsmodul Bergtrekking, 1. – 3. Juli 2011, Route: Oberalp – Badus – Lolenpass – Gemsstock – Bei den Seen – Hospental, 18 motivierte Menschen aus Zürich, Thurgau, Aargau, Bern, Luzern und Zug


Tag 1: Anreise und Wanderwegsuche
Wir sitzen gerade im Zug Richtung Andermatt und sind gespannt auf die kommenden drei Tage weg von der Zivilisation. Die Route ist geplant, die Marschtabelle wartet im voll bepackten Rucksack auf ihren Einsatz, die Wanderschuhe sind eingelaufen. Jetzt wird noch schnell das Essen verteilt und dann startet das Abenteuer: Gruppe Bernina und Allalin beim Bergtrekking!

Heute steht der Badus auf dem Programm. Wir wandern an einem hübschen kleinen, aber eiskalten See vorbei. Nach dem steinigen Aufstieg erreichen wir den Gipfel. Die atemberaubende Aussicht ist das Highlight des heutigen Tages. Stolz tragen wir uns im Gipfelbuch mit den Worten: ‚Wo si de da d Gipfeli?‘ ein und geniessen den wohlverdienten Gipfelwein. Der Wind bläst uns um die Ohren, dennoch wagen wir den steilen Abstieg, wobei die Suche nach einem Weg das Hauptziel darstellt. Während den ganzen drei Tagen muss jeder von uns einmal einen Teil der Wanderung leiten, um unsere Wander-Leitungsfähigkeiten zu beweisen. Dank Funkgerät bleiben die beiden Gruppen stets in Kontakt .

Angekommen beim Lolenpass schlagen wir unsere Zelte auf und kochen etwas Warmes. Dank des Wind-Chill-Faktors sinken die Temperaturen nämlich in die Minusbereiche.

Tag 2: Basislager und Gipfelsturm
06.30 Tagwache! Die Nacht war noch kälter als befürchtet – bei einigen ist wohl für die nächste Nacht dringendst eine Optimierung nötig. Doch die Sonne sorgt für beste Laune. Zmörgelen, Zelte abräumen, Rucksäcke startklar machen. Wir wandern vorbei an tosenden Wasserfällen, Blumenwiesen, idyllischen Bergseen, steinigen Gipfeln, Schneefeldern, mehr oder weniger stabilen Leitern und durchqueren Geröll, Schneefelder und Bäche.

Nach einigen Stunden Aufstieg erreichen wir unser Basislager auf 2700 m.ü.M. Nun fehlen uns nur noch 200 Höhenmeter bis zum Gemsstock. Wir lassen unsere Rucksäcke zurück und wagen den Aufstieg. Es fühlt sich fast schon an wie Nacktwandern – so ganz ohne den schweren Rucksack . Und so sind wir in kürzester Zeit auf dem Gemsstock - für einmal ohne Ski und Snowboard. Nachdem wir alle möglichen Berge in der Umgebung bestimmt haben, geht’s gestärkt durch Gebana-Dörrfrüche wieder abwärts zum Basislager. Auf dem letzten Teil der heutigen Wanderung sind unsere Kletterkünste gefragt, an Seilen überwinden wir rutschige, steile und steinige Stellen.

Der zweite Biwakplatz ist wiederum ein Träumchen, wir sind umgeben von idyllischen kleinen Seen! Nach dem Bau des Deluxe-Freiluft-WCs mit wunderbarem Bergseeblick (nur die Spülung scheint nicht so recht zu funktionieren) stärken wir uns mit einem feinen Abendessen.

Nach dem Essen, sowie auch immer wieder während der Wanderung, erhalten wir lehrreiche Inputs wie beispielsweise die Wettervorhersage und Erste Hilfe in den Bergen, das Bremsen in steilen Schneefeldern, aber auch einige wertvolle Kochtipps. Milch gibt es dank Milchpulver, anstelle von Holz feuern wir mit Gas-, Sprit- und Benzinkochern und die Tomaten im Risotto ersetzten wir durch Tomatensuppenpulver. Sogar ein afrikanischer Eintopf bestehend aus Kondensmilch, Dörrfrüchten und Couscous gibt es bei uns auf 2900 Metern über Meer zum Dessert.

Tag 3: Abstieg und Heimreise
Der dritte Tag beginnt gleich mit dem Höhepunkt: Unser Beni stellt sich als Wecker zur Verfügung und weckt uns pünktlich mit einem motivierenden Jodel.

Nach einigen Kilometern tauchen langsam wieder Büsche, dann Bäume und Strassen auf. Wehmütig blicken wir den Berg hoch. Wow, da sind wir hochgewandert! In Göschenen gibt es dann noch ein Glacé gesponsert von unseren Leitern!

Unverletzt und gut gelaunt gehen wir mit vielen schönen und tollen Erlebnissen zurück nach Hause. Die Stimmung war immer suuuper und das „tschaupe i de Aupe“ hat uns viel Spass bereitet! Ein grosses Zigizagi an unsere Leiter! (u.a. für die gute Zusammenarbeit mit Petrus )

Das Sicherheitsmodul Bergtrekking wurde unterstützt von

Spatz

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